Dichter Rauch, unbekannte Räume und zwei vermisste Personen: Unsere derzeit im Umbau befindliche Niederlassung in Bergneustadt bot der Freiwilligen Feuerwehr besondere Bedingungen für eine realitätsnahe Übung.
Feuerwehr trainiert den Ernstfall in Bergneustadt

Als die Einsatzkräfte vom Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr Bergneustadt am Mittwochabend zu ihrem regulären Übungsdienst zusammenkamen, wussten sie noch nicht, wo sie diesmal gefordert sein würden. Die Alarmierung führte sie zu unserer nur rund 500 Meter entfernten Niederlassung an der Talstraße, die derzeit umfassend kernsaniert wird. Dort wartete auf die mehr als 20 Feuerwehrleute ein anspruchsvolles Szenario.
Teile des Gebäudes waren mit einer Nebelmaschine stark verraucht worden. Zudem mussten zwei jeweils rund 70 Kilogramm schwere Übungspuppen gefunden und gerettet werden: eine im Keller, die andere auf dem Dach. Gerade die Baustellensituation machte die Übung besonders anspruchsvoll. Während vielen Einsatzkräften der Kundenbereich bekannt war, waren ihnen Keller, Obergeschoss und Bürobereiche weitgehend unbekannt.
Vor allem der Keller überraschte. „Wir hätten nicht gedacht, dass er so verwinkelt ist“, sagt Übungsleiter Henning Batt. Die starke Vernebelung erschwerte zusätzlich die Orientierung und machte die Personensuche körperlich fordernd. Gleichzeitig sammelte die Feuerwehr wichtige Ortskenntnisse. Unsere Niederlassung Bergneustadt wird seit Ende Mai grundlegend modernisiert und energetisch aufgewertet. Während der Bauphase ist unser 14-köpfiges Team in einer Containeranlage unmittelbar neben dem Gebäude für unsere Kundinnen und Kunden erreichbar. Im Herbst wollen wir den regulären Betrieb in den erneuerten Räumlichkeiten wieder aufnehmen. Für Niederlassungsleiter Michael Deisen lag es deshalb nahe, die besondere Situation während des Umbaus auch für die benachbarte Feuerwehr nutzbar zu machen.
„Wir pflegen seit vielen Jahren ein sehr gutes Verhältnis zur Freiwilligen Feuerwehr Bergneustadt. Deshalb haben wir gerne die Möglichkeit geschaffen, unsere derzeit leerstehenden Räume für eine realitätsnahe Übung zu nutzen“, sagt Deisen. Auch aus Sicht der Feuerwehr fiel das Fazit positiv aus. Übungsleiter Batt berichtete von ausschließlich positiven Rückmeldungen der beteiligten Einsatzkräfte und hob die gute Vorbereitung sowie die Zusammenarbeit hervor. Auch die Abstimmung mit Carolin Schneider-Sommer aus unserem Bergneustädter Kundenservice, die die Übung vor Ort begleitete, habe sehr gut funktioniert.







