Zu Hauptinhalt springen
Wiehl, 16. Oktober 2026

Was von einer Reise bleibt

Die drei Erstplatzierten des Sommerwettbewerbs 2026 posieren bei der Preisverleihung gemeinsam mit Vertretern der Volksbank Oberberg und der Oberbergischen Volkszeitung vor der Wettbewerbswand.
Fotos: Markus Klümper --- Karl Hermann Menn (1. Platz, 2.v.l.), Stephanie Rautenbach (2. Platz, Mitte) und Marianne Holländer (3. Platz, rechts) wurden beim Ehrungsabend des Sommerwettbewerbs 2026 ausgezeichnet.

20 außergewöhnliche Urlaubsmitbringsel, persönliche Erinnerungen und viele anregende Gespräche prägten den Ehrungsabend unseres Sommerwettbewerbs in Wiehl.

Ein 20 Kilogramm schwerer Schornsteinaufsatz aus Schottland, eine Geranie, die seit 54 Jahren Ableger hervorbringt, und ein Puzzle mit der Rosper Mühle, entdeckt in Dänemark: Hinter diesen Urlaubsmitbringseln stecken ungewöhnliche, manchmal bewegende Geschichten. Beim Ehrungsabend in unserer Hauptstelle in Wiehl lernten sich die Menschen dahinter kennen.

Zum 19. Mal hatten Oberbergische Volkszeitung und Kölnische Rundschau gemeinsam mit der Volksbank Oberberg zum Sommerwettbewerb eingeladen. Unter dem Motto „Mein liebstes Urlaubsmitbringsel“ waren während der Ferien 20 ausgewählte Geschichten in der Zeitung erschienen. Zur Ehrung kamen die Teilnehmenden mit ihren Begleitungen.

Gruppenfoto beim Ehrungsabend des Sommerwettbewerbs 2026 in der Volksbank Oberberg. Die Teilnehmenden des Wettbewerbs und weitere Beteiligte sind auf einer Treppe versammelt.
Die 20 ausgezeichneten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommerwettbewerbs 2026 in der Hauptstelle Wiehl.

„Wir lernen Menschen aus unserer Region von einer sehr persönlichen Seite kennen und erfahren die Geschichten hinter ihren Erinnerungen“, sagte unser Vorstandsvorsitzender Andreas Neumann. Häufig sei der Gegenstand selbst gar nicht entscheidend: „Sein besonderer Wert entsteht erst durch die Reise, die Begegnung oder den Menschen, mit dem wir ihn verbinden.“

Andreas Arnold von der Oberbergischen Volkszeitung und Nils Hühn, Leiter unserer Unternehmenskommunikation, führten durch den Abend. Zu Bildern der Mitbringsel wurden alle Geschichten vorgestellt. Die Gäste erzählten von kuriosen Zufällen und bewegenden Erinnerungen. Mal wurde gelacht, mal nachdenklich zugehört. Beim anschließenden Essen kamen die Teilnehmenden mit Menschen ins Gespräch, deren Geschichten sie zuvor nur aus der Zeitung kannten. Gerade diesen Austausch hoben viele Gäste hervor.

Scheckübergabe beim Sommerwettbewerb 2026. Karl Hermann Menn erhält von Andreas Neumann einen Siegerpokal und einen symbolischen Scheck über 1.000 Euro.
Andreas Neumann überreicht Karl Hermann Menn den Siegerpokal und den Hauptpreis über 1.000 Euro für den Gewinn des Sommerwettbewerbs 2026.

Den ersten Platz und 1.000 Euro Preisgeld gewann Karl Hermann Menn aus Bergneustadt. Auf einer Weltreise 1964 tauschte er im afghanischen Hindukusch sein Taschenmesser mit einem Clanchef. Dessen kunstvoll gearbeitetes Messer bewahrt er bis heute auf. Zusätzlich erhielt er einen eigens für den Wettbewerb gestalteten Siegerpokal – das handgefertigte Unikat stammt von Volksbank-Mitarbeiterin Lara Schuh.

Der zweite Platz und 500 Euro gingen an Esther Rautenbach aus Nümbrecht-Elsenroth. Während einer Indienreise 1989 wurde sie bestohlen. Als sie später am Taj Mahal von zwei Straßenkindern um Geld gebeten wurde, hatte sie selbst nichts bei sich. Doch statt enttäuscht weiterzugehen, schenkte ihr eines der Mädchen eine kleine Puppe aus Stroh und Plastik. Weil Rautenbach erneut auf Reisen war, nahmen ihr Bruder Stephan und dessen Frau Stephanie die Auszeichnung entgegen.

Waltraud Fischbach sitzt beim Ehrungsabend des Sommerwettbewerbs 2026 im Publikum und berichtet im Gespräch mit einem Moderator von ihrem Urlaubsmitbringsel aus Alaska und der damit verbundenen Reiseerinnerung.
Mit 98 Jahren war Waltraud Fischbach die älteste Teilnehmerin des Sommerwettbewerbs 2026. Ihr Urlaubsmitbringsel erinnert an die letzte gemeinsame Reise mit ihrem Mann nach Alaska.

Den dritten Platz und 250 Euro erhielt Marianne Holländer aus Nümbrecht-Marienberghausen. Ihr Jugendherbergsausweis erinnert an eine Fahrradtour im Jahr 1965: Als 17-Jährige legte sie mit drei weiteren Jugendlichen rund 1.800 Kilometer durch Dänemark und Schweden zurück – ohne Gangschaltung.

Die Schecks überreichten die Vorstände Andreas Neumann, Jörn Richling und Marc Gottschlich. Auch die übrigen 17 Finalgeschichten wurden mit jeweils 100 Euro ausgezeichnet. Insgesamt vergab die Volksbank Oberberg 3.450 Euro Preisgeld.

Schlagwort